WÜR8H ZOPPOTER WALDOPER REICHSWICHTIGE FESTSPIELSTÄTTE RICHARD WAGNER;FESTSPIEIE 1956 ßlENZIouuPARSIFAfcSS V Warmbad Zoppot Das ganze Jahr geöffnet Heilkräftigste Moorbäder und Umschläge Sämtliche Arten medizinischer Bäder, Wannenbäder und Brausen Vorzügliche Kohlensäure-Bäder Massagen + Wasserheilverfahren Inhalationen + Brunnenkuren INTERNATIONALES KASINO ZOPPOT Das ganze Jahr geöffnet! Roulette Baccara Spielgewinne ausfuhrfrei Spielbeginn Roulette: 11 Uhr vorm. Auskunft: Kasino-Verkehrsbüro, Zoppot Tel. 51951 Soppotcr aBolboper 9Utd)öttncf)tige 5efffpiel|fcttte 9tic^ött) 2ööper< geftfptele 193Ä______ Towarzystwo PrzyjacicJ S. ptiu SALE HISTCRII SOPOTU Ksiegozbiör Nr . ^ —-- Siuffufyrungötage: „dienst" 23., 26. 3ult ^arftfaf'' 28., 30. 3u(t imb 2., 4. §tugu|f 5)cetö 50 2)rucf oon 21. 933. ftaftmann ®. m, b. 2)an3tg Twarzysteo v < aG:J >tipotu yL Czyzewskiego n^l2 ©cneralintenbant ^ermann 'SRetj füt>rt bie ©ßfamtregie »ort unb ,/parftfal" €Hten$i — parftfal beginn unb SMenbung QSon $rtebrtch 2Ubert 9)?et)er 3n biefem 3af)re fann bte muftfaUfcf>e 3BeIt ein eigenartige^ Jubiläum begeben, baS ntcf)t gefeiert mtrb unb an baS melletcht faum jemanb benft. 3m 3af)re 1936 merben es 100 3ahre, bag $um erftenmal ein muftfaltfchetf 23ühnenmerf 9ltcf>arb -QBagnerS aufgeführt mürbe. QBagner hatte fchon in [einer Seidiger %z\t an einer Oper ,/Die |>ocE>seit" gearbeitet, fchrieb bann 1833 „£>te Seen", bie er aber $u feinen £ebgetten nicht aufführen lieg, unb betrat bann 1836 als Qfluftfbireftor am "Dflagbeburger ©tabttheater mit einer Oper ,/£>aS £iebe^t>erbot" $um erftenmal bie muftfaHfche 2$ühne. 6ein 9Berf hatte feinen Srfolg. QSon IRagbeburg ging 9Bagner nach Königsberg unb t)on bort fchon tm |)erb(! 1837 nach ^Ktga, mo er unter Karl t>on |>o!tet an bem neu eröffneten Theater al# Kapellmetfter mtrfte. 3n Dttga fchrteb er bte Dichtung $u feinem „^Kien^t" unb bte 9ftuft£ ber erften betben Qlfre. 33eenbet mürbe ber „Dtienst" tnbeffen erft in ber ferneren Dlotgeit in 'parte, als 3Bagner ben Qüntfchlufj gefaxt hatte, alles t)on ficl> $u merfen, um nur 3 0taat3fapellmeiftßr ^rof. CRobett J^cgct 6taat3oper 23erUn birigiert ba£ 23ührtenn>eit)feft» fpiel ,/parftfal" am 28., 30, 3uli, 2. unb 4. 2luguft 1936 unb ba3 ^ycftfonscrt am 25. 3uti 1936 ferner ^ompofttton zu leben. Am 20. Oftober 1842 mürbe ber „Stiegt" am |>oftf)eater zu Bresben aufgeführt unb braute Dttcharb SBagner ben erften großen Bühnenerfolg. ^Stergtg 3ahre fpäter im 5eftfptelt)au^ zu Bayreuth bte erfte ^arftfal-Aufführung! Al3 9ltdE>arb 3Bagner btefeS fern le^teS QBcrf tm 3aljre 1882 fettete, ahnte er faum, ba£ es ihm nur biefeS eine 3af)r t>om ©chirffal t>er= gönnt mar, am ©irigentenpult fetne^ QBethefptelS p flehen. bereitete er noch Aufführung beS nächften 3ahreS t>or, aber erlebt fyat er fte bekanntlich nicht mehr. Am 13. gebruar 1883 nahm ber $ob bem großen ^ompontften §eber unb Saftjlocf aus ber |)anb. QSon Dtten^t bt$ ^arfifal! Sine 3toolutton liegt bagmtfehen! Sticht ber langgezogene $on im ÜKtenst gab ben Alarm ba^u. 9?och nicht ein 93tertel= jähr fpäter hat bn „gltegenbe |>ollänber" t>on berfelben ©teile, an bem 9BagnerS le^tem Tribunen mit raufchenbem Beifall zugejubelt morben mar, ben 9Becfruf in bte Ohren ber muftfaltfchen ÖBelt gefchleubert unb zum ßampf um ein 9teueS aufgerufen. folgen als Kämpfer für btefeS 9teue „Sannljäufer", „Sohengrtn", „Srtftan unb Sfolbe", „5Me QJteifterftnger" unb ber gemalttge ,,9ling beS Nibelungen". Saft alle biefe 9Berfe hat bte 3»ppoter QBalboper unter Hermann öfters tm Saufe ber 3ahre fett 1922 ber immer größer merbenben 3Balbopern= gemetnbe in oollenbeten Aufführungen gezeigt. Mancher alte Jreunb ber 4 0taat3fapeUmeiftcr Sutern Staatsoper 9)£ünd)en birigiert „9ttenaiy/ am 23., 26. $uli 1936 unb ba3 geftfongert am 1. 2luguff 1936 2Balboper rotrb fxd> t>xe£Ietd>t gefragt ^aben, als er im bteSjährtgen ©ptel= plan „3föengt neben ,r^>arftfal" fanb: 3BaS rotU Hermann "Dflers mit btefer 3ufammenfteüung? <5ie tft in ber $at eigenartig unb mohl faum suoor bei geftfptelen erlebt roorben; unb fte tft natürlich nicht SufaU, fonbern 9lbfict>t- r,9ttensi" unb „^arftfal" — fte jtnb, roenn man oon ben kleineren oben ermähnten grühmerfen abfielt, Anfang unb Enbe etneS genialen 0cf)affenS. „ÜKten^t" tft oon Wagner felbft fcf>on geftürst, als ihm bte D^enge in Bresben zujubelt, benn im Dtetfeforb QBagnerS bei ber |)etm£ehr oon ^ariS nach ^eutfcE)Ianb Hegt neben bem ^anuffrtpt oon „9itengt" frf>on baS beS „Sitegenben |)ollänberS". „EKtettgi" tft ber lefcte Srtbun ber großen Oper im 0tnne "DDIeperbeerS, ber le^te Etnflufj großer fran^öftfeher SOTuftf auf baS beutfcfye ©ente Dttcharb QBagner. „Dtienät" oerrät mofyl fchon in einzelnen ©ä$en gletchfam im Untere berougtfetn ben Revolutionär. 3m ganzen aber tj! eS 'pathoS unb €u§er= Itchfett unb raufchenb tft ber Erfolg. „^arftfal" tft tteffte^erinnerltchung unb fern Erfolg Ergriffenheit. Es gibt faum ein be^etchnenbereS Erlebnis bafür rote baS 9ftftfchS nach einer ber betben erften geftaufführungen in 33ai)reuth im 3af>re 1882. 2lls Ulbert oon ^uttfammer nach ber Aufführung auf thn auftürmte unb fragte: „QBte mar 3hr Einbruch oon "Parjtfal?", liefen ihm ^roet btefe tränen bie QBangen herunter unb er antroortete: „6el)en @ie hin unb genießen 0ie felbft. ^aS lagt ftcf) nicht befchreiben." 5 &atnmerfänger ©t. Julius ^oljer 6taat^oper 9!ftünängigfett Dom Jremben, r^arPfa^' tft Tönung ber Befreiung, „dienst" tft baS 3üte tn "pomp unb ^runf, „"Parftfal" tft baß 9?eue tm fc^Itcf>ten öeroanbe, mobet baS 3ugenbmer£ baS 21 (te, baß 2llterSroerf bte Sugenb tft. „SHtengt" tft Qflachtanfpruch bzß Qrtnsefaen, „'parftfal" tft 9ftacf)t tm jelbftlofen ©ienfte am Banken. Unb nun werben mir bei ben bteSjährtgen 9ltc^arb=QBagner=Seft}ptelen auf ber 3oppoter 3Balbbühne betbe <3Bcrfe nebenetnanber fefyen, beibe 2Berfe btß Qlbfd^tebe^, „Stien^'S t>on ber Vergangenheit unb „^arjtfal" alß 2lbfchteb beS (Schöpfers einer neuen 3oon feinem' 9Berf. 23etbe <5Berfe haben einzeln fchon tm §cf!fptelplan ber 3oppoter QBatb= oper geftanben. r,9ttengt/y tm oortgen 3ahre, „^arftfal" im 3ahre 1928. Dte Snfeenterung ber beiben 3Berfe auf ber einzigartigen 3o-ppoter QBalbbühne mirb neben ber 3^föntmenflellung ben Aufführungen einen be= fonberen Dleig geben. „Dttenst" f>atte tn ber 3nf^enterung t>on |)ermann D^er^ tm oortgen 3ahre einen fo ftarfen 33efud> unb fo raufchenben Qrrfolg, ba§ btefer bem ber Uraufführung t>or 94 fahren nicht nacfygejfanben haben mtrb, fo bag man gerabep oon einer 3Bteberermechtng btefer 3ugenboper fprechen fonnte. ^aß fam baher, metl ber (Stnbrucf auf ber Naturbühne tiefer ging, als ihn bte gefchfoffene 33üljne erzielen fann. 3Bte ^tnten 3etch= neten bte Söhren btß beutfehen 9$a[be3 bizarre Konturen an ben 3?achts htmmel ber „@tabt mit ben fteben Mügeln". Qaß Forum romanum mit 6 3nger Äatcn 6taat3oper 3)re3ben unb geftfpielf)au3 33apreutf> fingt bie ®unbrp in ,/parftfal" am 28. unb 30. 3uli 1936 ijtjt 1 bem 2lufsug ber krieget unter ben funfelnben ©ternen, baS Dtaufchen fturmgepettfehter Zäunte tn bte klänge beS 9Jfarfche$ „Santo spirito cavaliere" — mo fönnte eine gefd)loffene 33ühne ä^nUd>c Stnbrücfe oer= mttteln! DZaturgemäj? gibt |>ermann öfters btefer „©rogen Oper" eine glanpolle 2luSftattung, aber er nimmt if>r baS Oberflächliche, lägt bie ge^ wältigen OTaffenfgencn aus ber 9fatur h^ugroachfen. 93eftimmt ftnb nie juoor bie d^ore im „Dttcngi" in folcher @tär£e unb QMenbung geboten roorben rote im 3oppoter 3Balbe. Dtubolf t>on £ a b a n fcf>uf eigene ©chroert= tän^e für bag QBerf. Unvergänglich ftnb aus bem „Dtien^" Gelobten in ba3 muftfaltfche SBeroufitfein ber <3Beit übergegangen. 9Bar QBagner noch in frember 2lbhängtgfett im „Dttenät", fo getgte er boeb auch in biefem alten ©til ©roge unb Reichtum muftfaltfcher Qrrftnbung. Unb mit bem „^arftfal" in 3oppot rotrb e3 — nach bem Erlebnis beg 3aljre3 1928 fann ich ooller Überzeugung fagen — fein mte mit ^tftfeh 1882 tn 33aprcuth- 2113 ©oethe ftch im 3ahre 1828 einmal mit Hermann über ba3 SBefen beS ©enteS unterhielt, fagte er: „Derjenige, ber $uerft bte formen unb QSerhältntffe ber altbeutfchen 23aufunft erfanb, fo ba§ tm Saufe ber 3^it ein ©trajjburger fünfter unb ein Kölner Dom möglich mürbe, mar ein ©enie, benn feine ©ebanfen haben fortroährenb probufttoe ^raft behalten unb rotrfen bis auf bie heutige ©tunbe." Denn bte „^eugenbe £raft, bte t>on ©efchlecht su ©efchlecht fortmtrft", fenngetchnet ja recht eigentlich baS QBefen beg ©enteg. 3Ba£ jener ^ann, oon bem ©oethe Cammer fänger ©ottfyelf 2)eutfen muftfaltfcfyen 2$üf)ne, beren „^eugenbe ^raft, t>on öefcfyledjt gu 0efd)lecl)t ftrf> fortmtrft". 3m „^arftfal" Ijat er fetner £unft felbft ba£ beutfd)e fünfter gebaut. 9?aturt>ermoben tn fernem ganzen ©efcfyefyen mäcf)ft „'parftfal" tm S^ppoter 9Balbe aus ber 9?atur fyeraus p übertrbtfc^er öröße. 3m Saljre 1928 leitete muftfaltfd) ^ap t)on ©cfytlltngg bte „'parftfal^Seftfptele ber 3^ppoter 3$alboper. 3Ijm, ber fo oft an gefd)lof= fenen 2$ül)nen suoor ben „'parftfal" btrigtert fyatte, erging e3 als Dirigent faft fo mte 3^iftfd> 1882 al$ 3^örer. Ür mar felbj! aufg tieffte ergriffen unb fcfyrteb über bie $luffüf)rung „£>te 23ül)ne mettet ftd) $um 2(11, Stn |)aucfy beS (Smtgen mar genagt." 3cfy möchte aus eigenem Erleben bem ntd)ts hinzufügen a(g bie $Borte 9ltftfd)g unb fte auf bte „"parfifaC'^uffüfyrung ber 3^PP*>tcr 9Balboper übertragen: „(Belsen ©te f)tn unb genießen 6te felbft, baS lägt ftd> ntd>t befc&retben." 8 £i(be (Stngenffreu 6taat3oper 2ßic3baben fingt biß Srene itt „^ienji" am 23. unb 26. Suli, fonrie ein Sotoblumenmäbd)cn in „^arfifat" am 28., 30. 3uli, 2. unb 4. 2luguft 1936 £)tc 9)htftf jum „^arftfal" C"8on |>ugo ©oentf. 3m @tnne beS öefamtfunftroerfes, rote eS ber ^etfter geroollt unb ooU= enbet fyat, tft bte 9J?uftf auch beim „'parjtfal" nicht eigentlich für fxd> adetn erfaßbar. Unb er erreicht eine fo reftlofe ©urchbrtngung ber fünfte tn fernem <3Berf, ba§ beim unoerbUbeten |)orer etn Abirren oom öefamtetnbrutf unb bte |)tnroenbung p CStngeIf>etten gar nicht fo leicht eintritt. immerhin fei oorauggefchttft, ba§ bte Betrachtung be£ QBerfeS oornehmltch t>on feiner OKuftf f)er ntc^t^ roentger begroeeft, als ben |)orer nun etroa p bem QSerfud) p ermuntern, ftcf> bei feinem Erleben beS 5lunftroerf$ tnSbefonbere auf baS ^uftfaltfche p lenfen. ©tefe Seilen erfüllen nur bann ihren %md, roenn fte bap beitragen, roenigfteng tn einer $tnftcht, einer roefentltchen allerbtngS, auf ben Stnbrucf vorzubereiten unb bamtt bte |)tngabe an baß 3Berf eben tn feiner öefamthett etroa$ p förbern. QSeranlaffung pr Betrachtung t>on ber 9}luft£ fytt gibt im übrigen gerabe ber „'parjtfal" eher als anbere |)auptroer£e beS 9fletfterg. 3n ihm hat ber ^eifter ja bte äugerfte Annäherung an baS Oratorium, alfo eine roefentltch muftfattfehe ^unftgattung, ooüpgen, foroett fte ohne preisgäbe beS ©rama= ttfehen überhaupt benfbar erfchetnt. Gr erreicht tm „"parftfat" bamit pgletch baS oollfommenfte Snetnanberaufgehen oon ©rama unb ^ftuftf. 2Ba3 er 9 Cait •ftamuann 6faat3opcr 9Jlüncf)cn fingt ben ^arjtfat in ,/parftfal" am 2. unb 4. Slu^uft 1936 als 3tt>anstgfdf)riger tn ferner btbltfcben ©jene ,,©aS £tebeSma()I ber 2lpoftel" nocf) faum oon ferne ertaftet fyatte, baS f>at ber reife ^etfter tn ber öeftaltung beS „'parftfal" fyöcfyjt oollenbet ©ie ^Beziehungen gnrifc^en bem 3ugenbmerf unb bem beS Hilters brauchen nid>t erft gefucfyt p werben, fte liegen beutltcf) sutage unb erftrecfen ftd) bis tn manche Öingel^etten ber feierlichen öralSf^enen, menn aud) mit bem ge= hörigen 2lbftanb. 2lber nid>t nur in ben metheoollen (O)oren entfprtcfyt ber mettgefyenb t>er= innerlichen, su einem großen $etl äußerlich mentg bewegten |)anblung ein befonberS ftarfeS QSormalten ber muftfaltfchen 2luSbruon metfferltch etngefe^t erfchetnt, fo für ben (Bang $ur Seftmtefe tn ben „^ftetfterftngern" ober bei „©tegfrtebS Dt^einfaf>rt" tn „Bötterbämmerung", fonbern an bie gan^ befonbere SSebeutung, meiere nun bte gro§ angelegten (Svenen einer ftummen 33erebfamfett faft mortlofer "DDtfufif erlangen. 3§oht begegnen mir ähnlichem aud) fdjon tn früheren QBerfen beS QftetfferS, aber mährenb fte bort als Dtuhepunfte ber £3eftnnung eine ganj anbere Aufgabe innerhalb beS ShtffeS ber bramattfehen |)anblung fyaben, ftnb fte fym, wo ber fpmboltfche @tnn ber äußeren |)anblung ftd) bem fprachltchen 2luSbrucf entsteht, mefentltcher 23eftanbteil ber |>anblung felbjt 0erabe in ihnen oolt= Sie^t ftd> 2llIerbebeutfamfteS. @o in ben ©jenen ber Sugmafchung unb beS a r f r e 11 a g S s a u b e r S" im 3. 9l!t. 10 &amjnerfängerin @ßta £jungberg Metropolitan Opera 9ten? ^)orf fingt bie &unbrp in „^arftfal" am 2. unb 4. Stuguft 1936 QSori ber OTufif beß „KarfreitagSgauberS" mtffen mir überbte3, baj$ fte im 9tetd>cn 2lugenblt auf bem grünen |>ügel bei 3ürtch cnbltd> bie bann fo berühmt geworbene 3uflucf>t^ffätte geboten ^atte, beim ^machen gum erften ^ale baS frifcf) ergrünte ©arteten im fyotben ©lange etneS fonntgen Borgens erbltcfte. Qür hat felbjl gefchtlbert, rote ihn nun erft eigentlich bag 33erou§t= fern, bie langerfehnte, oerhetgungSoolle ©ttlle gefunben gu haben, über= roälttgenb ergriffen hat. ©a befann er ftcf>, ba§ ja Karfreitag fei unb rote bebeutunggüoü tiefe Mahnung ihm fchon einmal bei bem $arfifalgebicf)t 3BolframS aufgefallen mar. Über btefen ©ebanfen aber eröffnete fiel) ihm jäh ber ibeale ©ehalt ber alten Dichtung, unb in fc^opferifcf>er 23egetfterung entroarf er fogletcf) baS gange ^rama in feinen großen |)auptgügen unb bie aHujtf gum „Karfreitagggauber". 2lber auc^ ohne bie Kenntnis oon ber befonberen QSerbunbenhett biefer Ottuftf mit ber erften Eingebung be3 QBerfeS, fönnte bie große 2$ebeutung biefer @gene unb ber ihr ooraufgehenben gußroafchung faum oerfannt roerben, Doü^te^t ftd> bod> in ihnen ba£ geheimnisvoll ftmbolifche 3netn^ anbergletten ber ©eftalten beS ^arftfal unb beS (SrlöferS &hnftu3. 9?ur Sttuftf in ihrer unbegrifflichen &tr£ltchfettgferne fann ein fo tiefftnntgeS Dtyftertum auSbrücfen, ohne e£ gu gefährben. Unb fo gerotß Wagner fchon oft ÜnfagbareS burch SXTJujtf gu fünben gemußt hat, nie oorher tft fte ähnlich Trägerin bes eigentlichen, tiefften ©inneS beS gangen Dramas gemefen 11 -Öcrbm 3anfjen Staat^opcr 33erlin unb £yefffpielfjau§ 33aprcuft) fmgt ben 2lmforta3 in „^arftfal" am 2. unb 4. 2luguft 1936 0tcherlicb tft ber 3. 2lft son „^arftfal" als ©an^eS gcfe^cn an Dteinheit ber (Smpfinbung, mte in ber fünftlerifchen öeftaltung, t>on bem bte 3rrnt$ unb letbenüollen "Pfabe ^arftfals t>on ^ItngforS 23urg bis $ur Dtaft auf ber $arfrettag£aue auSbrücfenben Q3orfptel beS Elftes unb fdf)Ite§Itd) bem 3Eunber be£ 2hiSflange$ ntd)t nur settlid) für baS 6cl)affen be£ ^etfterS, fonbern auch im (Sinne fernem fünftlertfchen 3bealS als 9J?uftfer baS Sefcte, m# ihm ^u fagen gegeben mar. 3n Einzelheiten ber OTuftf hier einzugehen, tft ntd>t beabftchtigt, märe auch fc^Iecf>t möglich. 3£er baS 9Berf fennt, bebarf ihrer ntcf>tr mer eS zum erften "Dftale hört, mürbe fef>r entgegen bem 3Btllen be3 DfetfterS babttref) nur tn ber Unbefangenheit geftört. Sebigltd) für baS QSorfptel tft eine Ausnahme burch baS eigene 35et= fptel be3 9J?eifterg gerechtfertigt. i)er ber 9Jfuftf beS QSorfptelS sugrunbe-Itegenbe leitenbe bicf>terifc^e ©ebanfe tft: Siebe — ©laube — Hoffnung. Sluf ihm beruht bte innere Solgerichtigfett beS themattfehen Aufbaues ber 3Huf». ©ie hebt an mit ber feierlich ernften Gelobte be3 ^eiligen 21 e b e 3= mahlet ber ©ralSritter: „%>hmet hin mein SSlut um unferer Siebe mitten!" unb führt tn ruhiger QSerflärung $u ben klangen ber Enthüllung beg ©raleS — beS ^BethegefägeS mit bem am kreuze t>ergoffenen 33lute beS |)etlanbeg. Unb mte ftch am 2lnbltcf beS ^etltgen ©raleS ber ölaube an ba$ 3Bunber ber göttlichen Erlöfung aufrichtet, fo folgt in ber ^uftf beS 93orfptelS nun baS t)on ben 2$läfem erfltngenbe machtvolle 12 $ammerfänger ■Sia}; 9vct() 6taat3oper 6tuttgart ftngt ben 2tmforta3 in ,/parftfal" am 28. unb 30. 3uli 1936 ©laubenSthema. erfährt etnc gewaltige ©tetgerung, um fcf>ltegltcf> gart au^ufltngen. Tftt einem bumpfen ^aufenrotrbel unb tiefem Tremolo ber 5$äjfe erfolgt fobann bie |)tnmenbung in bem bramattfd>en Äonfltft beS QBerfeö, ber in bem Setben beS 2lmfortaS t>erfinnltd>ten m?nfchltd)en Q3er= gagtf>eit t)or bem bitteren 9£eg biß sur Srlöfung. Die 9Jielobte beS ©efangeS ber 3üngltnge bei ber £eter beS StebeSmahleS fü^rt hinüber ju bem bid)te= rtfd)en ©ebanfen ber Hoffnung, bie ihre .ftraft aus ber |)eilSt)erfünbung fcf>opft. Stnjig baS QSorfptel ift ohne vorherige Kenntnis beS 3Ber?eS nur burch Erläuterung einem rechten Erfaffen zugänglich, ©obalb ftd) ber Vorhang geöffnet h^r greifen Darftellung. (5Bort unb 93?uftf fo ineinanber. baß eS feiner |)ilfe §um QSerftänbntS bebarf. 2lucl) bie Unterrichtung über bie ein= feinen OJlottoe unb t^re „SSebeutung", fo nü^ltd) ein fold>e^ Riffen ift. um mit bem bereits im ganzen vertraut geworbenen 3Berf. metterf>tn auch bie Reinheiten ber ©eftaltung im einzelnen allmählich immer flarer $u erfaffen, lenft im Anfang meift nur üon 3Befentltcherem ab. Die 3agb nach ben „^ottoen" motten mir ruhig als einen ber vielen Irrtümer einer vergangenen 3eit aufgeben. Die mahre ©rofjartigfeit beS mujtfalifchen ©eftalterS Dttcharb QBagner beruht nicht auf ber getftoollen, im „^arftfal" fogar be= fonberS fein burchgeführten ^unft motünfcher QSerfnüpfung unb QSerflech= tung, fonbern in ber unerhört meifterhaften §ormge|laltung im örofsen. QSiel notmenbtger ift eS baher, in erfter Sinie bie Entmicfiimg ber O^ufif in großen 13 &ammerfänger 3t>ar 2(nbtcfen 6taat3opcr Berlin, 6taat3oper 2)re3ben unb geftfpidhau3 23aprcutl? fingt ben ©urneman§ in „^arftfaP am 2. unb 4. 2luguft 1936 3ügen ntcf)t aus ber 23eacf)tung gu t>erlteren, ihre Örojjglteberung gu er^ faffen, eine QSorjMung üon bem 2lufbau bcr etngelnen 2lfte aus bcn mächtigen |)auptfgenen gu gewinnen. 3£er üerfucht, tiefen 3Beg gu gehen, fommt ben magren fünftlertfchen 2lbftd)ten beS IftetfterS rafcher unb ftcf>erer näher, unb er wirb ein roetfe^ fünftlertfcheS Dlaj? auch ba erfennen, wo jonft leicht bte Empftnbung oerf>ältnt^mägtg breitet; 2tuSfpinnung bleibt, bte Öroßglteberung ftch auch auf ben muftfaltfchen öefamtplan erftreift, tft, rote gang allgemein in ber OTuftf bie Orientierung t>on ben großen Um= rtffen auSgehenb unb »on ba erft immer mehr in bie Qnngelhett bringenb tat= fächltch am letchteften tft, fchon bei flüchttgfter Wahrnehmung gar nic^t gu überfein: bie (Sntfprechung ber beiben 9lu§enafte unb gu t^nen fontraftterenb ber mittlere in auch muftfaltfch mettgehenber @elbjMnbig£eit. darüber, ba§ „^arftfal" als bramattfehe Dichtung, mte baS bei allen |>auptn>erfen beS QttetfterS ber §all ift, ungeachtet beffen, ba§ fte bureb gerotffe gemetnfame ctl$ @cl)6pfungen etne^ 0et|leS gu etnanber auch Regierungen haben, etwas in ftcf> völlig Eigenartiges ift, bebarf eS feiner 3Öorte. ES ift gu offenfunbtg. ^er gleichen Etnftcht im |)tnbltc£ auf bie 9J?uft£ ffehen ftets größere ©chmtertgfetten im 3Bege. Q3or allem ift bte Überfcl)ä£ung beS abfolut Neuartigen als entfcf>eibenben QKagftabeS fd>lecf>t htn für fd£>6pferifcf>e Originalität einer richtigen 3Bürbtgung oft unb auch für bte 0Q?uftf beS „^arftfal" ^tnberlicb gemefen. 3ubem liegt eS tn ber Natur jeglicher ^uftfauffaffung, ba§ fte in gang befonberem Tfajje auf 14 &ammerfänger <3t>en 2ftt(jfbn Staat^opcr 5)re3ben fingt b bei jebem 9Ket|fer, fofern er ntd>t auf ber £öhe feinet (Schaffend aus bem Seben gertffen roorben tft, hat aber bte 9lu^btlbung feinet perfönltchen ©tilg unb bamit ber als abfolut neuartig rotrfenbe d^arafter feiner QBerfe im Verlauf ber 3eit einen gerotffen 2lbfd)luß gefunben. liefen 9lbfd>Iu§ E>at Wagner mit ber „©ötterbämmerung" unb ben „^ftetfterftngern" erreicht. 3m S$eft£ btefer höchften ^eifterfebaft fernem perfönltchen ©tilg hat er bie Qfluftf su „^ar^ ftfal" gefchaffen. ©eine fc^öpferifd>e Äraft offenbart ftd> bafyer benn auch nicht in einer abermaligen QSetterentrotcflung beg ©ttl$, t>on einem fprung^ haften Übergang su etroag gan$ Unerroartetem gans su fchroetgen, fonbern tn ber abermals burchaug flar geprägten (Eigenart be£ (5Berfe^ in ftd). Unb auch barauf werben mir bei feiner Aufnahme £8ebad)t su nehmen haben. Satfächttcf) hat auch ^ufif i^re oollfte unb innerlich einheitliche Stgen* art, roelche fte t>on jebem fetner früheren QBerfe höchft charaftertfttjch untere fchetbet. Unb bieg gerabe auch tn ben ©^enen, roo ferne Berührung mit bem 3beengef)alt anberer fetner (5Berfe oerhältntgmäßtg am größten ift, nämltch benen be$ sroetten 2lfte$. 15 Hermann Gonschorowski Papierhandlung ■ Bürobedarf Zoppot, Seestrafye 33 (Ecke See- u. Wilhelmsfr.) Telefon 51393 45 Jahre am Platte - Aufmerksame Bedienung Reelle Bedienung 6parfaffe btt @tabt Soppof QBecpfellMe QBedjfelftufce am2$af)ttf)öf imS^urtyaug 2( u S f ü I) i u n <5 fämtttc^cr ® c t b g c f $ ä ft e tyeUtkcd Itlühiinq, Zappet Spezial-Delikatessen-Haus verbunden mit Frühstück-, Wein- und Likörstuben im Alt-Danziger Stil Kaltes Büffet ä la Russ. - Schwed. 9&NZJ IHQ DES DEUTSCHEN», stXttihgewebbES,< ^ AUSSv"c>! Prämiiert m. d. Goldenen Medaille und lobender Anerkennung 16 Soppotcr aßaUopcr £Retdf)$mi$tt<;e ^efifptclflättc ©efamtteitung: ©enetalintenbant jpermann €D^er§ sparftfal (Stn 25ü6neiuinihfeftfptc( in fünf Q3itbetn t>on SRtd^arb 3Bagner i. Sfuffufjrung: SMenStag, ben z8. 3u(i 1936 x. 2fuffüf>rung: ©onnertftag, ben 30. 3utt 1936 3. ^uffüljntng: ©onntag, ben z. Slugufl 1936 4. 2(uffül)tung: Stengtag, bcn 4. 2tngu|i 1936 Anfang 19.30 Uf)r <£nbe nadf) 14 Uf)t (Sin Süfynenwetftfefifpiel t>on 9\t$arb 2B,agnet in 5 33übern Siegte: öeneralintenbant |)ermanti Mets Zingent: ©taatsfapetfmeifter 'profeffor Stöbert $eger, ©taatSoper SSerltn SBüijnenbtlber: (Entwürfe Hermann unb (£tta Atters 33aultd)e 2faggejlaltung: 2lrd)tteft |)offmann öeffalten beS £$üfynenmeil)f e jlf pteU: ßammerfänger SJia? Dfotf), ©taatSoper (Stuttgart, fingt am 28. unb 30. 3ult $mfortaS...... |>erbert Sanffcn, ©taatSoper 33ertm unb Seftfptef* &auS SBapreutlj, fingt am 2. unb 4. 9luguft Stturel QStftor |>o}padj, ©taat^oper SBteSbaben £ammerfänger ©Den Sitlffon, ©taatSoper Bresben, fingt am 28. unb 30. 3uli öurnemang..... ^ammerfcmger r 2lnbrejen, ©taat^oper Berlin unb Bresben unb geftfptefyauS Sk^reutl), fingt am 2. unb 4. 2luguft 1>arftfal ^ammerfänger ^r. SultuS Holser, ©taatSoper München unb geftfptelfyaug SBapreutfy, fingt am 28. unb 30. 3utt <£arl |>artmann, ©taat^oper München, fingt am 2. unb 4. 2higuft föltngfor.....♦ . ^ammerfcinger 2lbolf ©djoepfltn, ©taatSoper ^arlSrufye fömbrty 3nger &aren, ©taatSoper Bresben unb geftfptel* fyauS 3$at)reutf), fingt am 28. unb 30. 3uli ^ammerfängertn 0öta Sjungberg, Metropolitan Opera Slero^orf, fingt am 2. unb 4. 9luguft 18 QErjler ©raBritter . . ♦ ©eotg gaßnadjt, 3$etltn 3tt)eüet ©ratertftet . . $efy Slctfdjer, ©taatSoper Berlin (£tfer knappe.....Äammetfängerin Slfe SSlaitf, ©tacttSoper Ratlß* rufye 3tt?citer knappe . . . . Slfrtebe |)aber£orn, ©taatSoper 5tar[gruf)e dritter knappe .... Dtfat QBittagfc^ecf, 0pernljaug granffurt a. $2. Vierter knappe .... 'paul ©tteber=3Balter, ©tabttyeater granf furt a. b. 0. fötmgforS Söw^ttnäbc^en I. ©nippe......QScra 9ttanftnget, ®cutfd>e^ Sweater 'präg |)tlbe ©ingenjlreu, ©taatSoper &tegbaben ^aria Steffel, ©taatstfyeater ^anjtg IL ©ruppe.....^ammerfängettn GElje 3Manf, ©taat^oper 5forl^ tufye e 23efc$ung ©ette 21) tyoi ......... 500 TOtmtrfenbe, df>crletter 3cla^nt> ^uftfdtfcfye ^ü^nen= ajftfteng.......^apellmetjfer kalter ©djumadjet, ^anstg ^apellmetfter |>u!jn, ©taatstfyeater ^angtg ^apeßmetjler SSoettfe, ©taatgtfyeater ^an^tg 33ül)nenaffiftenten . . . §ri§ 2>luml)off, ©taat^t^eater Gängig Gmri! ©d)üler, ©taat^t^eater ^artgtg £$udjwmb=3$oot, ©taatst&eater ^an^tg Dticfyarb ©arnanba, ^an^tg 9Merifd)e Arbeiten . . Sfycatermaler 3Balter £odj, ©taat^t^eater Gängig Beleuchtung......2$eleucf)tunggtnfpeftor 3öllner, Qsfdmet u. fomatf) t>om Sleftrt^ität^merf 3oppot mit 10 ©eljtlfen 23ül)nenroerfmetjfer . . Sranj SKenj EKcqutftten ♦ t • t . ♦ ♦ ©täbttfcfyer Sfyeatermetfter £en$ 19 greife bet lä^e: 1. yiat) {Wetye 1—7) .......... .......... 15,50 © 1. la^ (9*eihe 23-31) .......... .......... 8,50 © 3. Spiafc (9leihe 1 13) .......... .......... 8,50 © 3. <$)la$ (9leihe 14—31) .......... .......... 7,50 © 4. qninfe...... ................... .......... 5.50 &> Sie oorftehenben greife gelten einfchl. beS geftprogrammS. 6tehplaij ........................ 2ln ber 2t b e n b t a f f c nrirb ein 3 u f d) t a g erhoben oon 50 °p für bic 15,50, 12,50, 10,50 urtb 8,50 ©ulbenpläi^c, 25 für bic 7,50, tmb 5,50 ©utben- unb bic 6tehplä^e. ©iefer 3ufcf)lag nrirb bei ettuaiger TOdjahlung nicht erftattet. 3m übrigen fiehe Sejrt ber (BintrittSfarte. QSowetfauf tn 3oppot: Q3on 9 bis 18 Ht)r ununterbrochen bei ber 23 a b c t a f f e, 9£orbftrafje, Telefon 521 51. 93ort>erfauf tn Olfoa: Q3on 8 bis 18 Ityv bei ber 3*oeigftelle ber^anjiger 91 e u e ft e 9lad)rid)ten, 2tm6$loftgarten26, Sei.45598. QSowerfauf tn Sangfu&r: Q3on 8 bis 18 Ittjr ununterbrodjen bei granj 2lrnbt, Rapier-hanbluttg, 2tbolf«S)itter«6trafje 94. Sei. 414 83. QSoroerfauf in ^an^tg: Q3on 8 bis 18 Uhr ununterbrochen bei öertnann Sau, ^ufifaüen» hanbtung, £anggaffe 71, Telefon 23420. Q3on 8 bis 18 ityv ununterbrochen bei ber „SD a n 3 i g e r 33 0 r p 0 ft c n» 23 u ä) t) a n b lu n g", SDanjig, Sopengaffe 11. Sei. 267 22. 2)er Q3ort>erfauf fct)tic^t an ben 21 u f f ü h r u n g 31 a g e n in 2) anaig, £angful)r unb Olioa um 13 in 3oppot bei ber 23abefaffe um 16 Uhr. 2tn ben 2lufführungS fonntagen finbet nur in 3 0 p p 01, bei ber 23abefaffe, ber Q3ort>erfauf ftatt, unb swar oon 9.30 bis 12 ttt)v unb 15 bis 16 Uhr. 2lbenbfaffe. QSon 18.30 Uf)t an üor bem $eftfptelpla£. $er Sejtpla^ tt)trb um 18,30 Ufyr geöffnet 2lbfage einer Q3orffelhmg fiehe Sejt ber (Eintrittskarte. | <£)a3 31 aud)en auf bem geftjpielplafr tft fhengfteng unterfagt! j 20 Sfamettöwrsetcfjmg Der SKitgftefcer beö JeftfpteforcfKfterö 1936 I. 2Ho litte: 1. ftritj ©örta$, 1. ftonaertmeifter, 2. 2trtf)ur 33obnf)arbt, $onacrtmeiftcr, 3. ©eor$ ^Dicttrid), $atnmermufifer, 4. ©eor$ ©rübnau, Sonfünftler, 5. ©uftäp &aifer, 6. Otto $aläbne, 7. (Brief) ®inbf$er, 1. ®on*ertmeifter, 8. gri^ £aur, $amtnermufifer, 9. kalter ^öri^, ®ammermufifer, 10. £an3 Ortteb, II. ^aul eg, $ammernutfifer, 17. ^rans 0trudmeper, ®ammermufifer, 18. 3ot)anne3 Q3erfteeQ, 1. ®onjertmeifter, 19. 0Ti$ QBtlbe-^olfter, ®ammermufifer, 2)eutfd)e3 Opernf)au3 33ertin Statte a. 6. 0taat3oper Berlin 53an$ia 0taat3tfyeater SDanftic; 0taat3tbeater ©anftipt 0taat3tt?eater SDanjig 0taat3oper 23ertin 0taat3oper 23ertin 2)eutfd)e3 OpernbauS 23er(in Stäb! 33ütmen £>alle a/0. 0taat3tbeater SDanftic; 0taat3ttyeater SDansig £anbe3tbeater Wittenburg i/^f)ür. 0taat3tl)eater ©anjtg 0taat3oper 23erlin 6täbt. Opernl)au3 £>annooer Gtäbt. 33üf)nen §aÖe a/0. 0taat3oper 23ertin II. Violine: 1. QSillp 5?irc$, ^itglieb ber &ammermufif» oereiniaung ber 2. 2lnton 23ernbad>er, $a«tmermufifer, 3. 2lbolf 23ittner, 4. Otto 23öttd)er, 5. 9fta£ geinb, &ammcrmuftfer, 6. O^far ©et)rmann, 7. qßim S^örber, 8. Stifreb ^ürau, 9. Strtur 9?abolffi, 10. Otto ^u^enfmrbt, Sonfünftter, 11. Herbert 0epbolbt, &amtnermufifer, 12. 2tbolf 6tebert, Slammermuftfer, 13. ©eorg 0icbert, $ammermufifer, 14. Hermann Sennftebt, 15. annooer 0taat3tl?eater ©an^ig 0taat3tf)eater 5)ansig 0taat§tl)eater Staffel 0taat3tt)eater SDanjig 0täbt. SSülmen Stalle a/0. 0täbt. 33ütynen §aße a/0. 0taat3tf)eater 2)anjig 23 erlin 0taat3tf)eater Staffel §eff. £anbe3tt>cater £)armftabt 0täbt. Opernhaus £>annoper 0täbt. 33üt)nen S)aEe a/0. 2>anaig 53t01 a : 1. gritj 0teiner, 1. 0oIobratfd)iff, 2. 9ttatl)ia3 23ranbmaier, ®ammertnuftter, 3. $arl &od), 0olobratfcf)ift, 4. au3 23erltn 0täbt. 23ül;nen Stalle a/0. 0tabt. 23ütmen öaEe a/0. ^P|)iIt)armomf^)e^ Ord). 23ertin 9JationaItt)eater 9^annl;eim 2)cutfd)e^ Opern^au^ SSerlin 0täbt. Operntjau^ ^annoper 0taat^eater ©anjig 0taat^opcr 33ertin ^^it^armonifdje^ Ord). 23eriin SBiüluncell#: 1. 9tfc£)arb SHemrn, ©olocettift, 9Jtttglieb ber $ammermufift>ereintöimg ber 2. &art ©rofd), 3. 3oI?anne3 ö annemann, 4. (Hjrtftian &Iug, ©olocettift, 5. &arX &nocf)entiauer, Kammervirtuos!, 6. £>an£ t>on £e6inffi, 7. £orbeer, &ammermufi'fer, 8. ^ran§ ^io^ifca-^oefc, 9. Seinrid) ©d)aufc, Kammermufifer, 10. Otto QBolf, ©taat§otier 23erlin ©taat^oper ©reiben ©taat^tfjeater gängig ©täbt. 23itfmen Salle a/6. ©taatSt&eater ©d)tt>erin ©taat^tfyeater 2)anstg 92ationaltl)eater 9J2ahnfKim 2)an§i^ Opernhaus SMn ©taat3t|)eater SDansig & o tt t r a b a jj : 1. ©uftaö Sßeifr 2. Spaul 23ranbt, 3. Ulbert ©rufcfymi^, Sonfünftter, 4. &arl Hamann, $ammermufifer, 5. 2luguft Mobbing, ^onfünftler, 6. öerrmann ©dmbert, 1. ©olofontrabaffift, 7. Ulbert ©trutj, &ammermufifer, 8. gri^ ©tru£, $ammermufi!er, ©taat3tl)eater Mansie? ©taatöt^eater ©angicj 23erlin ©täbt. 23ül;nen öalle a/©. 23erlin 2)eutfd}e3 Opernljau^ 23erlin ©täbt. Opernl)au3 öannooer 9?ationaltf)eater 9ftannf)eim 5l ö t e : 1. 5\?art ©gröber, 2. ©uftat? SjPie^fe, 3. (Ernft 9ftoratt>elj, 4. Slrtfjur ©d)ul§, ©taat^ttyeater SDanjig ©taat$tj)eater SDangig ©taat3tf)eater 2>anftig 9lunbfunford)efter 33erlin ö I) o e : 1. S}an3 Q3ogel, 2. § ermann ©<ä)abe, 3. §an$ 23öttd)er, 4. Sprofeffor ^aul ©d;ubert, ©taat^ttyeater Gängig ©taat3tf>eater 5)an§ig ©taat^tfyeater Gängig ©taatäoper 5\?auna3 (£ngltfd)l)0rit: &urt &eftter, ©täbt. Opernhaus öannooer Klarinette: 1. Sofef &räupl, 2. 23runo QBunfcf), 3. Otto 9ftaebel, Sonfünftler, ©taat3tf)eater 2)an§ig ©taat£tl;eater S)an§ig 23erlin $5af$fclarttteite: Hermann 33ilang, 22 Staatltfwater Sanjig 3 <*9 Ott: 1. ^aul (Bngert, 2. (tarl S)ßnmde, 3. 2lbolf &arl, &ammevmufifer, 6taat3tf)eafer £>an3t$ Gtaat3tt)ßßter 2)an$tg Gtäbf. 33üt>ncn S)aKe a/®. Kontrafagott: 9lid)arb Gtruppert, 6taat3t$eater Gängig SB a l b l) o r vt: 1. ^aul Otto, 2. 9lid)arb harter, 3. 9fta£ 3ttnolong, &ammermufifer, 4. SBiap 23lümel, 6taat3tf)ßater SJanjtg Gtaat^t^eatcr ©an^tc* ©taat^opcr ©reiben GtaafStfjeater ©anaiQ trompete: 1. §eUmut& fielet, ®ammermufifer, 2. § ermann ^u£fe, 3. ^ermann Raffel, SSammermufifer, 4. annot>ßr ©taat^ttjeatcr Gängig 6taat£tf)ßatßr Gängig ©täbt. Opßrnf)au3 §annot)cr 6täbt. Opßrnfy. &önig3bßrg i. Spr. ©taat^opßr 33ßrlin 23ßrlin Opernf)au§ ®ötn ©täbt. 23ütmen §attß a/6. ©täbt. Opernhaus öamtofcßr Schützenhaus Zoppot Inh. Er ich Thymian Telefon 551 23 Direkt an der Waldoper gelegen Autoparkplatz Erstkl. Speisen und Getränke L Das ganze Jahr geöffnet Bundeskegelbahn / Groß- u. Kleinkaliber schieß stände Bewirtschaftung der Erfrischungsstände der Waldfestspiele 23 autte: 1. ^yranj QBiec^oref, 2. 2Uejanber ©ronotoffi, 3. 9*ubolf 9) ortt, 4. O^far ©rofj, 5. £autcibad), 6. 9Jiaf 0d)röber, ^Otttrabafetuba: 1. QSerner, $ammcrmufifer, 2. Otto ^ßinjmann, &ammermufifer, (Staatsgüter 3)anaiQ Staatsgüter SDanjig Staat3ti)eater ©anaig 0täbt. 23ütinen £>aUe a/6. ötaatsoper Berlin 6täbt. 33üfmen öaKe a/6. Stäbt. Opemf)au3 öannoücr 6täbt 23ü£nen 5}afle a/6a. £ a v f e: 1. ^rofeffor 9!Äa£ 6aal, ®ammertrirtuo$, 2. SCbcle ^ttepber, 6taat3oper Berlin StaatStfjeater 3)anaig ^aukc: $urt ©ottfcarbt, Stftlagjcuö: 1. 33runo 33icfcrtt^al, 2. °Paul (EjoSfa, Sonfünftter, 3. £>an3 9likfert, 4. <2ßalter ^eljrter, ®ammermufifer, 5. Otto S^omartrt, ®ammermuftfcr, 6taat3t^eater 2)anaig 0taat3tf)eater ©art^iQ Gängig 6täbt. 23ütmen Öalle a/6a. 6täbt. Opernhaus £>annooer 6täbt. Opernhaus Jamtooer Besuchen Sie den Zoppoter Speisewagen Seestrafje 36 • Tel. 520 78 Inh. K. Wachsmuth Diner von 12 bis 3 Uhr Bekannt für erstkl. warme und kalte Speisen, gepflegte Weine, Biere u. Liköre 24 Trinkt den guten Kaifee von (-V KAISER'S S Audi - Wanderer ■ DKW - Horch die Fabrikate der FD A N Z I G . G E H R WI E N PSSS-Ät; Generalvertreter für Danzig und Pommerellen Stammlokal! WSCHEFFLFR 25 ®ammerfcmgerin Margarete 2ftnt>t#Dkt Gtaat^opcr Berlin fingt ben 2tbriano in „9ttensi" am 23. unb 26. Suli 1936 9\tct>arb $Bagner6 „^arftfal" als SSiitmem tixtfyfeftfpiel 93on 'Dr. 3B a11 b e r Eggert. r/OTir afynt, ein fyofyeS -3Berf fyat er nod) fyeut $u mirfen . ♦ . „3cfy faffe nun ben tarnen SSagreutty willig auf, um in tfym baS t>er= einigt au^ubrücfen, roaS aus ben metteften Greifen fyer sur lebensvollen QSermtrftid>ung beS t>on mir entworfenen ^unftroerfeS jtd) anfcf>Itegt. Dtefer ©tein fei gemeint t>on bem öeijte, ber es 3f)nen eingab, meinem 2lnruf gu folgen, ber 0te mit bem 9Jtute erfüllte, jeber QSerfyöfynung gum $ro£e mir gang in vertrauen, ber aus mir ju 3l)nen fprecfyen fonnte, roeil er in Syrern |)ergen ftd) mteber^uerfennen hoffen burfte: oon bem beittfc^en 0eiffe, ber über bte 3aljrl)unberte fytnmeg Sfynen feinen jugenbltcfyen 'DZorgengrug gu{aud>st!/y Dtefe 3Borte fprad) Dttcf>arb Wagner, ber 0cl)6pfer beS SSapreutber ^unftmerfeS, beS beutfcben mujtfalifc&en Dramas, bei ber örunbftetnlegung jum 23ai)reutl)er Seftfptelfyaufe im 3abre 1872, baS in biefem 3abre auf 26 5?ammerfänc\cr @df)oepf(tn Staat^oper &art$rnt>e fingt bcn SHingfor in ,/parfifal" am 28., 30. 3uli, 2. unb 4. 2tu$uft 1936 unb bcn 9*aimonbb in „9lien§iy/ am 23. itnb 26. Sult 1936 fecf)g Sa^r^e^nte beutfcfyer ^unftoffenbarung tm 0inne beg 0d)öpfer3 btefeS 3Ber£eg surücfblttfen fann. Dte QBetlje btefer 3Borte, bte an bte „Betreuen" t>on 33at>rcutf> genutet maren, bte an bte 3u fünft beS beutfe^en öeifteS xt>ren ölauben gefegt Ratten — allen t>oran ^rtebrtcf) 9? t e $ f d) e — fanb tfyr le^teS Qücfyo im SBunbermerfe beS „^arftfal", ben 3£agner felbft „e t n 2$ ü n e n m e i I) f e ff f p t e l" nannte. 0ett feiner QSollenbung im 3afyre 1882 im £8at)reutfyer Jeftfptelfyaufe I)at btefeS le^te 3Berf EKtd>arb 3Bagner£ — sur 3^it fetner Sntfte^ung ange= fetnbet, rote faum eine @cl)opfung beg QftetfterS, ntcf>t sule^t t)om „öetreue-ften ber Jreunbe" — öori Sttebrtcfy 9?tefcfd)e... — bis pm 3afyre 1913 allein tm 23apreutl)er |)aufe ^um beutfcf>en QSolfe unb ;$ur 9)?enfcf)I)ett, bie in ifym bie F>örf>ffe Offenbarung fünftlertfcfyer ©cfyöpferfraft überhaupt jtefyt, gefprocfyen. @ett btefer %tit gebort es ber beutfcf)en 33ül)ne — ber ganzen 3Belt. 2113 bte 9Banblung ber 3^ppoter <5Balboper ^ur Dttcfyarb 3Bagner=geft= fptelbüfyne be£ beutfcl)en OftenS ponogen mürbe, marb fte gemeint mit ÜRtcfyarb 3BagnerS le^tem OBerfe — jenem ^pftertum, baS bte Offenbarung beS muftfalifrf>en &unftroerfe$ an fiel) bebeutet. 2BagnerS ,,^>arftfal" gebort feitbem aueb gum beutfeben &albe an ber Oftfee — bem erotgen 27 Stfticbc JDaberEom 6taat3oper S^art^ru^e fingt ein Gotobtumenmäbdjcn unb ben gleiten knappen in ,/Parftfal" am 28., 30. Suti, 2. unb 4. 2luguft 1936 beutfcfyen QJfeer — unb fetner £eftfptelbül)ne, bte t>om 2$apreutl)er |)ügel tfyren 0ru§ unb tfyren Auftrag erhält, bte beutfcfye 2$ül)ne für alle Betten bem beutfcfyen 9)f 9 ft e r t u m gu oerfcfyretben, ba£ mit bem $obe fernem @cf)öpferS ate 93 e r m ä d) t n t $ allen benen gehört, bte „tn feinem tarnen" baS Kunftmerf pflegen — ber fyöcbften fünftlertfcfyen 3bee . . . . „btenen"* 9Ba3 bebeutet ber „^arfifal", t>on folcfyer c3Barte auß gefeljen? 3m 3al)re 1845 fyatte QBagner tn 9J?artenbab QBolftamS, beS TOnne= fanget^ auf ber „QBilbenburg" tm Obenmalbe, Spog „^arsioat" fennen= gelernt. 2lm Karfreitage 1857 trat baS 3Berf fettbem pm erjten 9Me roteber tn feinen 0eftd)tgfretS, „fein tbeater öe&alt tn übermätttgenber Sorm, unb t>on bem Karfrettagggebanfen aus fon^tpierte tefy . . . etn ganzes ^rama". $)amtt mar bte ^Dtcfytung QBolframS aug ber Dtitterromantif be3 Mittelalter^ fyeraug genommen unb OB a g n e r $ 9Berf geboren — baß „retn = menfcfyndje 3beal magrer Dteltgtofttät". (£fyriffltd)e unb bubb^ifttfd)e 3üge mtfcfyen ftcf) tm ,/parftfal") ber mit bem neuen tarnen bzß „retnen Soren" — beS „tör'gen deinen" — ba3 öemanb einer neuen, einer $ufünftigen %z\i angezogen fyat. 3Me 2Beltanfd)au= ung be3 „alten MetjlerS" f)at bag 3Berf, baß Ie£te feiner muftfbramatifcfyen Schöpfungen, nad) beffen gerttgjMung er feine 9?ote meljr fcfyrteb, gehaltet. &ß rufyt auf ben ftttHc^en 0runb(agen ber Religion be3 TOtieibS — beß M ttletbenS, rote eg „biß jur Dollen 3$recfyung beg (Sigenroiüen^" 28 Q3tEtor £>oSpacf) Gtaat^oper QSie^baben fingt ben Siturel in „'parfifal" am 28., 30. 3uli, 2. unb 4. 2tugnft 1936 unb ben Orfini in „9liensi" am 23., 26. 3uli 1936 in ber tätigen Siebe ftcf) enthüllt, in ber „©(aube unb Hoffnung gans üon felbft etngefcfyloffen ftnb". 3n einer auf größte @d)ltef)tl)ett gefteüten |)anblung mtrb biefe 3bee beS Dramas üerförpert. £)te ©eftalten ftnb Präger btefer 3bee, bte ben ©ralsföntg 91 mfortaS, Stturels 0of)n, in @d)ulb oerftriefte unb in ^ItngforS Sauberfdjlojj $unbrt)g Firmen entgegenfüljrte, bte, felbft „ein unermeßliches £eben unter ftetS mecfyfelnben QBtebergeburten lebenb", als Büßerin au3 ber QSerftrtchmg ber 6ünbe in ben ©ralSrittern flüchtet, unter tijnen ben Srlöfer fucfyenb. 9lber btefer nafyt aus anbern 33esirfen — bem Seben felbft — sum tt>ei^et>olIen 33egtrfe beS ©rate unb fernem fämpferifd>en ©pmboU, be3 1) eiligen (Speeres, ben 9tm= fortab im ^arnpf gegen Mngfor t>erlor: 'parftfal, „buref) Qftitletb roif* j e n b, ber reine $or", fü&rt bte üerlorene £an$e gutücf sum ©ralstempel unb in fein retneS £tcf>t ber QSerflärung — „l)öcl)ften |)etleS 3Bunber . . . Qrrlöfung bem grlöfer"! 9?ur als ©pmbol gefaßt, »ermag QBagnerS QBert feine gan^e tiefe 23ebeutung au^uftrafylen. 9Jftt ber QBteberfyerftellung ber Dlein^ett beS ©ralSbtenfteS, mte iF>n ber neue ^önig ^arftfal tn ber neuen ©emetnfd)aft übt, tft ber reine beutfcfye |)etlanbSglaube aus alier ftrcfyltcfyen unb gefd)tdf)tltcl)en Trübung — fo fagt ber 2Bagnerforfd)er ©oltljer — mtebergemonnen bitrc^ bie Dleltgion beS $MetbS, burd) ein tiefet inneres, f e e 11 f d) e S Erlebnis. TOt ber ben neu gemeinten ©ral 29 &ammerfängßrin @fe 95(anE 6taat3oper ^art^rutjc fingt ben £yrieben3boten in „^ien^i" am 23., 26. 1936, fonrie ein 0otobIumenmäbcf)cn unb ben erften knappen in „°Par--ftfal" am 28., 30. 3uli, 2. unb 4. 2tugufi 1936 fegnenben Saube, bte t>om |>tmmel $ur Erbe nteberfchroebt, ift guglctcf) „baS @tnnbtlb ber neu erftarften Dtitterfcfyaft" gegeben — „tme eine fro^e SBot^ frf>aft fltngt es fytnauS tn alle QBelt". 0^tcE>t Entfagung, fein weit-frembeS äsfetentum fünbet bte ^Jfufif ber legten |>anblung — fonbern entfchloffenen ©tegermtllen, ^öc^ften 9ÄanneSmut, afttoe Satfraft. 3BaS 38agnerS „'parftfal" t>on feinen früheren Dichtungen unterfchetbet, tft bamit flar offenbart. QSor unfern 2lugen unb Ohren unb |)ersen Döllstedt ftrf> ber ErlöfungSgebanfe, t>on bem 0eorg SKtd>arb ^rufe, ber fetnftnnige Deuter beS „^arftfal" in unferer 3^it, fagt, ba§ es ber 0e= banfe beS Dletn = SÜ?enfcf>Itc^en ift, ben Wagner, „ber letbenbe 'Dfenfch", als ^ünftler im 9J? t) t h o $ $ur ^nfchauung bringt. Damit runbet ftrf> 9BagnerS QBerf t>om Sohengrtn pm 'parftfal, ber ftreis ift gefchloffen, ber um bte Erneuerung ber £unft, ber haften göttlichen Offenbarung auf Erben, gebogen mürbe. Soljengrtn noch £ e^rte pm 0ral — $ u m |) t m m e l — gurücf, tn baS „ferne £anb, unnah=^ bar euern 0chritten". a r f t f a I geht ein pm 0ra( — fym auf Erben, fein SebenSmerf tn ber tätigen Stebe, tm ^ampf für feine thm o o n 0 o 11 gegebene Aufgabe, p erfüllen. Damit ftehen mtr bei ber Srage nach bem legten 6tnn btefeS unergrünb^ liehen ^erfeS, baß ben tarnen „SSühnenmethfeftfptel" erhielt. OTicht nur ben 9^enfchen, nicht nur ben ^ünftler mtll ber ,/<5>arfifaI" abeln — bte ganje ^enfehhett, bte gan^e QBelt unb . . . b t e & u n ft. 30 Sßera DJanftttg« 2)eutfd)ß3 Sfjeater 'Prag fingt ein 6ofoblumenmäbcf)en in ,/parftfal" am 28., 30. 3u(i, 2. nnt> 4. 2tnguft 1936 3n ferner baS 3ahr 1862 abfd>Ite§enben Betrachtung über baS „Büh5 n e n m e t h f e ft f p t e I t n Bayreuth" ^at Dttcharb Wagner ben ,3au* ber" gefenn^etchnet, ber tn Bayreuth — bem „Tempel" ber £unft — „alles gut machte". Er fcf>Ite§t fte mtt ber Erinnerung an bte „Etnnrirfungen ber uns umfchlteßenben afufftfcf>en unb opttfehen 2ltmofphäte auf unfer ganzes EmpftnbungSüermögen", bte bte|)orer beS „^arftfal" ber „gemeinten (3BeIt" entrüefte. tiefer „3Beltentrücfrmg" üerbanfre ber ^"parftfal" fern £eben; über btefem mabrtraumhaften 2lbbtlbe bte mtrfltche QBelt beS SrugeS felbft üergeffen $u bürfen, bünft bann ber Sohn für bie letbenoolle 3Baf)r* hafttgfett, mtt melier fte eben als jammervoll t>on thm erfannt morben mar. durfte er nun bei ber 2luSbtlbung jenes 2lbbtlbS felbft mteber mtt £üge unb Betrug ftch Reifen fönnen? 3hr alle, meine greunbe, ernanntet, ba£ bteS unmöglich fet, unb bte 3Bahrhafttg£ett beS VorbtlbS, baS er euch Sur 9fad)btlbung barbot, mar es eben, maS auch euch bie QBei^e ber (3BeIt= entrüefung gab. ^enn thr konntet nicht anberS als nur tu jener fyöfyeren 9£ahrhafttg£ett eure eigene Befrtebtgung fud>en!" 3BaS Wagner fyiu als ben oon ihm beabftcf>tigten feinet 3Ber£eS als Bühnenroethfeftfptel beutet, tft t>on thm in mancherlei Variationen immer mieber auSgefprochen morben. Es tj! baS Ergebnis feines SebenS unb ©RaffenS, fernes ^ünftlerfetnS — feines Kampfes um bie Bü^ne als moraltfcher 2lnftalt für feine Bett unb über btefe hinaus — in bie Sufunft hinein. 31 S'cttjc STcifcfw 6taat3oper 23ertin fingt ben (Eecco bei Q3ecd)io in „9ttenai" am 23., 26. ßuÜ unb Den jmeiten ©ralSritter in ,/parfifal" am 28., 30. 3uft, 2. u. 4. 2t«sufi 1936 „9)?it bem „"parftfal" ftefyt unb fällt meine 23apreutl)er 0d)opfung", bte bte Befreiung ber ^unj! au£ ben Ueffeln be3 2llltag3 bebeutet unb ber $unft bte 1)öd)fte nattonal=poltttfd)e, bte ^öd)j!e t>6Iftfcf>e 33ebeutung tm Seben beS QSolfeS unb fetner 33en>äf)rung ^umteS. ©o ift baß 33übnen= meifyfeftfptel bte tbeale 93eranfcf)aultcf)ung ber etfytf d)*£ul* turellen 3^^ geworben, bte QBagner mit feinem SebenSmerfe t>er= folgte: bte ^erlebenbtgung fetner 0enbung, bte erft mir heutigen, banf ber Erneuerung unfern t>ölftfcl)en Sebent — fetner 3Btebergeburt im '©tnne ber 3£agnerfd)en 9iegeneratton3le{)re —, roteber gang in begreifen vermögen. 9Zte tff bte TOffton btefeS beutfcfyeftcn Dramas — neben ben ^etffer-ftngern — flarer »erftanben morben als tn unfern Sagen beS £tcf)teS, baS mteber über ^eutfd)lanb leuchtet, jum Seben gemeeft burd) ben 6 r a l unb feine lebenfpenbenbe &raft. 9?od) niemals püor l)at baS Dttngen unb bte 6e|nWt etneg ganzen QSolfeS — unb für bte gange <5Be11 bte unfereS beutfcfyen QSolfeS — aus einem ^unftmerfe böfyere $raft unb tiefere 23efeelung erfahren alg aug bem t) t fy o # b e 8 a r f t f a l. Unb immer aufs neue müffen rotr aus btefem "parftfal, ber bie 2$üf)ne roetfyt — jebe 23ül)ne, bte tfyre Aufgabe erfannt Ijat unb ber fte btent — ber, neben 2kt)= reutfy, auf ber magtfcfyen 23ül)ne ber geftfptelfHtte t>on goppot $u f>öd)ffer QBtrfung unb p tbealfter QSerforperung gelangt tm ©tnne feinet (Schöpfers, bie Ijetltgften Gräfte entbinben für unfern ©cbtcffal^meg, 32 Dgfat_<3Bittajfcf>ecli Operrtfyau^ granffurt a. fingt ben 23aronceIli in „9lien5i" am 23., 26. 3uU unb ben britten knappen in „'parfifal" am 28., 30. Suli, 2. unb 4. Stuguff 1936 bcn rotr, unb fet es gegen eine QBelt oon Jetnben, gefyen müffen tm 61 a u -ben unb tn ber Hoffnung unb tn ber 21 e b e. 3BaS einff 0^ i e ^ f cf> e — nun bod) roieber tm 23ann beS ©rogen oon 35at)reutl) — formulierte: ,/3Bagner fyat bag ©efüfyl ber (Sinfyett tm 93erfcl)tebenen — begfyalb f>alte tcf) t^n für einen Kulturträger!" . . . mag ber beutfd)e Dtetd^bramaturg Qt. ©c^Iöffer tn fetner grunb-legenben Unterfucfyung über Wagner ate „@rogmacfyt" bihmtnifr geroatttg formte: „QBagner fyat ntcf)t nur allen funftfremben ober ^fetnbltcfyen ftaatltcfyen unb gefellfcfyaftltcfyen 9JMcf)ten gegenüber baS |>o&eit$recfyt beS KunflroerfS betont, fonbern er f)at tf)tn aud) ein Hoheitsgebiet gefcfyaffen, ba3 fyeute, mit eigenem ©efe$ unb eigenen |)o^ettggren^en feft umrtffen als öroßmacfyt unter ben ©rojjmäcfyten unfereS nationalen Sebent fie&t;" — — baS ftef)t rote baS Seuchen beS ©rate über unb hinter bem „35üljnen= roetfyfeftfptel ^arftfal", oon bem QBagner felbft au3 einem £eben um baS $f)eater unb für baS Sfyeater unb feine „©emetnbe" bte QBorte prägte: „Kein anberer Kunföroetg unfere3 öffentlichen Sebent fann je sur magren 33lüte unb üolfsbtlbenben QBtrffamfett gelangen, ef)e ntcf)t bem 5^eater fetn allmächtiger Slntetl ^teran oollftänbtg ^uerfannt unb $u= gefiebert ift" .... 33 23aUettmeifter Ä'etirat» ©d)tt>ateet 6taat3oper £>ambur$ leitet t>ic 9ieueinftubierunö( ber ^än^e in „^ienji" am 23. unb 26. 3uli 1936 ?Ktcl)avt» SBa^net alg ^>td^ter 3ebeg cd>te ftunftroerf mtrb in gerotjjem 6tnne außerhalb ber 3ett erlebt: al# Qnnbrud) ber Qürotgfett tn bte 3ett. 3Benn aber etne @d)ö.pfung nur unter ber Kategorie ber Stmgfett empfangen werben tarn, roenn bte Crmpfangenben ftdj ftets als unzeitgemäß betrachten muffen, unb btefer @d)5pfung ferne 9?orm, fein 3Bert, fetn 9)?af$ ber Seit entfpricf>t: fo tft tljre ©tunbe auf QErben nod) ntcf)t gefommen, roenngletd) tl>r sünbenber Qlugenbltdi fcf>on Saufenben t>on ^enfcfyen naJ) unb gegenwärtig mar. ^tefeS ©cfytcffal teilte btS jum ^urcfybrucfy 9ltd>arb QBagnerS bte gefamte überlieferte Oper. 9ttc^arb 9Bagner hätte j'eber fünftlertfclj empftnbenbe mit 33eetf)ot>en fprecfyen müffen: „QBenn tcl) bte klugen auffcfylage, fo mu§ id) feufsen, benn mag td) fefye, tj! gegen meine Dleltgton, unb bte 3Belt muß td) üeracfyten, bte ntd>t al)nt, ba§ SDZuftf höhere Offenbarung ift alg alle 2Bet3f)ett unb ^tlofopfyte." ©emeffen an btefem 3Bort erfd>etnt un3 DltcE)arb QBagner als etn irtumpljator, etn 23efteger unb QBtffenber bzß Sebent, mte es unter ben £ud)tern melletcfyt nur öoetfye geroefen tft. 93on bem ^)td)ter, ntdjt t>on bem 9J?uftfer Wagner, foll I)ter bie Diebe fetn. 5)te Harmonie 3tt>tfd)en <3Bort unb üftuftf tft tn t^rer QStelfetttgfett bem Smtgen oermanbt, bte (Smtgfett felbft. 2M3 su ^eigner mar btefe Harmonie 34 m ben menigften fallen auch nur annäfyemb erreicht morben. OTuftf mar etn 33eftanbtetl, ebenfo mte es baS QBort mar. (£tne QSerbtnbung grotfchen betben beftanb ntd>t. getnbltch, falt unb tinperfönltd) ftanben QBort unb Oftuftf ftch gegenüber. QStr glauben heute nicht, baß bem 0efamtmerfe 3ttcf)arb 3BagnerS bie 23ebeutung ^ufommen mürbe, menn er nicht bte fcf>öpfertfcf>e 0emalt beS QBorteS gehabt fyätte. ^oSmtfche QStfton unb Sraum ftehen rem unb btchtertfch tn fernen QBerfen, ergeben ihre ©trafen in bte UnauS= fprechltch^ett beS fd>öpferifd>en 0etj!eS. ©aS tf! bet QBagner ber ©tnn beS <3Borte^, ber ©tnn ferner ©tchtung: 3Belt=©chöpfung ^u fern. 3Bagner hat erfannt, baß baS (3Bort am Uranfang ftel)t: am 2lnfang ber Kulturen, am Anfang ber 0efchtchte, am Anfang alles eigentlichen ^Jfenfch^etnS, am Anfang ber &unft. £5et allen ©tchtern quillt bte ^unft aus bem unbemußten 3$orn beS Sebent, bet 2Bagner tft bte ©tcl)tfunft fcf>mers^afte^ 0ebären= müffen einer meltmetten©eele, bie nicht nur erfüllen, nein, bie guerf! erfennen muß, ernennen burrf> alle ^onfequengen htnburcl). 3BaS fern ©tchter erlebte, bet QBagner mtrb es 9Btrfltcf)fett unb 9Bunber: bie 3Btebergeburt beS QBorteS! 9ttuft£ als Dttchtertn QBagnertfchen 0etffeS fyat uns baS 9Bort offenbar gemacht. 3n unfern ©intern breitet fiel) baS (Bottlicfye ru^tg aus, als eine feftltche 0egenmart, DÖÜtg entmölft, als mahreS raumfüllenbeS ©etn. 3n QBagner ermacfyt bie %t\t. Srmacht gebtetertfd). (£r ^at eine tiefe Ziehung tum 0efchehen, jum SluSetnanbertreten beS ©etnS tn QSer= gangenheit unb 3^unft. 9£aS |)egel tnS Nationale 30g, baS tft bei Wagner als reltgtöfe 0runbtatfacf)e gegeben: ©te emtg beutfehe Ziehung sum QBerben. ©urch fern QBort geht baS ©aufen ber 3*iten, baS Sollen unb ©tromen ber 3ahrhunberte. 3BaS bet 0oetf)e ift, baS geflieht bet 9£agner-0oethe ent^üüt baS emig 38äf)renbe. Wagner aber t>erfünbigt ben fom= menben 0ott unb beShalb — nur beShalb reicht er, mte fern ©tchter t>or ihm unb mahrfchetnltch nach thm, tn 3«t unb Smtgfett htnetn als einmalig, als QBunber. Wagner tft ber einige unter unfern großen ©tchtern, ber mit voller Klarheit baS QSolf als einen fulttfcfyen ^Begriff, als fulttfcheS Littel bemertet. ©amtt tritt alle 0emetnfchaftsletftung beS „QSolfeS" unter einen reltgtöfen 2lfpeft. ftult unb Kultur gehen tnetnanber über. 3m QSolf erft mtrb 0ott lebenbtg, faßbar unb ficf)tbar. 3m QSolf unb fetner Setftung mirb er mitgeteilt unb ausgeteilt, ©er 0eftaltung „QSolf" fommt fo eine faft faframentale S3ebeutung p: bte QSolfSgemeinfc^aft t>cr= !ünbet unb »ermittelt ben 0ott. QBunberooll ber btcfytertfcfye 0ebanfe ^BagnerS, baß ifym baS QSolf erft tn bem 2lugenblt(f mürbe, mo t^m ber 0ott mtrflic^ mürbe. Q3on feinen 0öttem aus lernte QBagner fein 93olf fennen, unb als er begriffen hatte, baß biefe alten 0ötter als bte D^atur= fräfte unfterbltcfy ftnb unb fyzutc nocf> leben, mürbe für t^n tm 3^fammen= hang bamtt fein eigenes, baS beutfcfye QSolf lebenbig unb mtrfltcl). Wagner tft ber etngtge beutfe^e ©tcf)ter, ber baS QSolf btS ins Se^te ernft genommen hat. Unb um an ben Anfang mteber anpfnüpfen: ber gefchehenbe 0ott oer^ mtrfltcht fich im gefchehenben Q3olf. ©chtcffalSerfüllung etneS QSolfeS ift 0otteSerfüEung, ber fommenbe 0ott ift baS fommenbe QSolf. ©eShalb ift bie ©prache bet thm überhaupt bte Benennung unb QSerfünbigung beS 0ott= 35 liefen. ©preeben ber „götterlofen 3^tcn" tf1 tm 5lerne ©tummhett, e$ ift ©efchroä$, aber t# tf! nicht ©pradje, eS tft ntcf>t gottragenbe unb menfchenbtlbenbe ©timme. ©o rotrb Wagner pm ®tcf>ter feinet QSolfeg, dichter beS beutfehen $ür feben ^ftenfehen fann nur etn 93olf btefen Ickten fultijchen ©tnn haben. 2Bte rotr nur burd) unfere Augen etn etngige^ ^al bte QBelt fc^en, rote rotr nur tn unferer eigenen ©eele etn einiges 9)Zal bte Sebent allfülle erfahren, fo erleben rotr nur etn eingtge^ 3J?al tn unferm QSolf ben gefchehenben 0ott, ben 2$lt£, baS ©chttffal, bte ret§enbe %z\t, bte Kultur Don reltgtöfer 33ebeutung. Wagner tft ber etngtge dichter fomtt, ber btefe 3ufammenhänge oon hochgelegenem ©tanbort unb tn »oller 33erettfcf>aft jur äu^erften Verantwortung gefehen hat- ©etn 3Ber£ t|t bte eingtge btd>tertfcf>e ßntfprechung $u jenen ©ebanfenfetten ber öefchtcht^bejahung unb 6e= fchtchtgfreube, bte t>on £)egel ausgehen unb btS heute noch ntcf>t abgertffen ftnb; vielmehr treten fte gerabe unter un3 heutigen fräfttger unb beftim* menber auf alg je. ©o empftnbet ficf> bag ^btchtertum QBagnerS nicht al£ etroa£ fetnbltch Abgegrenztes, fonbern es empftnbet ftcl> jugenbltcf) fraftooll als bie ^enfcfyfyett fcf>lec$t^tn. (£$ tft etn QSolfSgefüht baS frei über ben ganzen Srbball hinreicht mit ber genialen, fühnen 0erot§hett, ba§ ba$ beutfcf>e QSolf tn bte höchften ^tnge, tn bie Angelegenheiten ber 0ötter unb 9latur, oerfchlungen tft. €$ melbet ftch etn geiftiger beutfeher 3mperalt$mu£ ^u QBort, ben man noch oon ben ebetffen Gräften beS alten „DtetcheS" genährt fühlt. QSon t>ter aus t]t nur etn ©cf>ritt p bem legten unb roohl roichttgften T3unft ber btd>terifcf>en ©eftaltung in 3£agnerS QEerfen: gu jener bejftmm* ten, roenn auch geheimen ^tf>nltcf>fett beS beutfehen QBefen^ mit bem QBefen ber DZatur. T)er beutfdje QSolfSgetft ift für 2Bagner ohne roettereS 9?atur= fraft, b. b. er lebt unb roirft tn ber befonberen QBetfe ber 9latur, gleich btefer auSgeftattet mit allumfaffenber StebeSfähigfett, mit unrotberftehltchem Q3tlbunggtrteb, mit ttefroirfenben OTet^oben unb Bemalten. Sogleich rotrb baburd) ber beutfcf>e QSolfSgetft p fulttfehem Dtang erhoben, benn bte 9?atur tft für 3Bagner baS ööttltche, ber 0ott felbft. OTtt biefem 2$efenntntS hat ber dichter QBagner baS ^h^nbfJe, aber auch ba£ QErnffefte über ba3 Deutfchtum gefagt, benn auf ber Ziehung beS ^eutfchtumS $ur 9?atur oeruht nicht nur ba^ ©trahlenbe unb 9lHumfaffenbe, ba^ Stebenbe unb SMlbenbe, ba^ mtr auf ben |)öhepunften be^ beutfehen Sebent oorftnben, fonbern auch ^Ue ^roblemati! beutfeher ©eftalt, ber „©etft ber Unruh", &te unenbltche QBerbeluft, alle^ Ungeftcherte, ©chmanfenbe, wnb 3mtefpälttge, an bem baö beutfehe ^afetn fo reich tff. 3n QBagner^ QBerfen, eng gebunben an ben Abel unb bte ©chönhett beutfehen 9BefenS, treten bunfle, negative Elemente auf, genau fo, rote fie auch in ber 9?atur t>er= bunben ftnb al^ eine erotge ©leichsettigfett t>on ©egen unb ©efährbung, Jrteben unb ^ampf, Seben unb $ob. Dltcharb Wagner! Unenbltch!etten freifen tn deinen ^Borten, ©te au^= jufchöpfen unmöglich, ftß SU beuten üermeffen, fte oerftehen eine 6nabe, einer retnen gläubigen ©eele nur möglich. QBte h^ff bte Stebe gehaltet tn 36 Deinen QBorten, rote f>aft Du 'Bort unb QJtuftf tn btefen £tebeggebanfen enbltd) unb einmalig auSgeföfynt. QBenn rotr nid>t mefyr ftnb, Du rotrft nod) fetn unb folange Du btjf, rotrb aucf) unfer QSolf, bem Du ©tnnbüb unb öeftafter rourbeft, fortleben. QBagner gehört beSfyalb ber SDtenfcfy&ett. (Sr ift ben heften ber Nationen ber groge 3ufünfttge, ber nicf>t nur bte ©cfyranfen ber QSöifer, fonbern aud) bt Karrieren ber klaffen tn btonpftfcfyer öetft=(£rF)ebung tymboltfd) über= roanbt. 3n Wagner f)at ftd) burd) bte Tfuftf baS beutfcf>e QBort am retnffen t>erletbltcf>t: sroar ntc^t ftoffltcb unb als 3tebergabe etner ranbfcf>aftltcf>en Umroelt, fonbern feeltfdHnnerKcf^abfoIut, tnbem er c3Bort unb Itfuftf beS Golfes, gu Ijocfyftem ©eelenauSbrutf oerftärt, au $ jafyrtaufenbelanger 93er= borgenfyett, tn bte ©pljäre etner Ijetltgen ©pracfye fyob, bte un3 ntcf>t nur berührt, fonbern (eben, ber fte gu oemefymen oermag, aus allen Sänbern unb Golfern pm Jünger etner beutfdjen 3BeItanfd)auung mad)t. Unlösbar tj! ber 9Jiujtfer Wagner mit bem Dichter QBagner oerbunben. Die getjfige 23ebeutung beS DtcfyterS QBagner aufgezeigt p Ijaben roar ber ©inn btefer 9Borte. QBenn rotr fte tn unferm £>er$en beroegen, roenn rotr gang eingeben tn baS SBort, in ben 0et(! beS 9Borteg, erf! bann rotrb uns bte le^te ©cfyönfyett ber 2J?ufif 3ttd)arb 9BagnerS erftefyen, bann roerben rotr auf golbenen 33rü etner unenbltcfyen erotgen Harmonie. Dr. 9lboIf SKott. Die Jllustrierte Zeitung der Kur- und Badeverwaltung Zoppot *0ie Vflime stets aktuell ♦ Zoppoter Leben in Wort und Bild Konzertprogramm, Fremdenliste, gesellschaftliche sowie sportliche Veranstaltungen ♦ In Zoppot überall erhältlich Anzeigen - Annahme: W. TEWS, Danzig, Böttchergasse 23/27 37 93or bem Sorum. SKienji: ©ottftelf tyilior, 33erHn CKicbarb 9£8agncttf^cflfpiclc 193? CRietui ©efamtleitung: ©enecalintenbant Jpecmann 9ftec§ £tritd)ttge ^eftfpielftätte Cefomtleitung.Generalintcnöant fiermann lllerj 2 große fcft-fionjcrtc auf t>em 5Balt>opernpla£ 1. ftft-lioniert @ennabenb, ben 2f. 3ult 1536, 20 1% © i 11 g c n t: ©taatSfapeUmeiffet ^rofeflot 9vobctt «öeger, 33etltn 2. ftft-fionjert Sennabenb, ben 1. 2tugu|t 1936, 20 UI)t S) 111 g, e n t: @taatgfapeUmetjtet Ä a 11 ^ u t c t n, 'üDluncfyen ^itroirfenbe tn betben Äonjerten: ©ie @eliften unb bas gcfamtc §eftfpi«k ordKtter bcr SRic^arb Magnet # ^cflfpiefe ©nrattsptetfe (nur^Stijptäfje): i.?o bt$ 6 ®. ^etöctfauf rote bei ben 9vicf)atb ^agner'Sluffüfyrungen unb an bes 2(benbfaf[e 40 i/tZ^ Für die Gesundheit und Körperpflege: SMttaäät! Elektrische Massage- und Bestrahlungs-Apparate, Haartrockner, Rasierapparate sowie Reisebüseleisen und andere elektrische Geräte finden Sie in zwangloser Vorführung und Beratung in unserm Ausstellungsraum Seesirafie SM* Elektrizitätswerk Zoppot Aktien-Gesellschaft Ulitketm lhätte Fleischermeister ZOPPOT, SeestraBe 36 Telefon 510 38 Hauptgeschäft Seestrafje 36 Filialen Seesfra^e 2 und Schulstralje 2 Das führende Haus feiner Fleisch- und Wurstwaren